Planung und Brunnenbau

In der Praxis beginnt die erfolgreiche Prävention von Brunnenalterung bereits bei der Planung und Bau von Förderbrunnen, deren späterer wirtschaftlicher Betrieb folgende Faktoren beeinflusst wird:

  • differenzierter Ausbau des Bohrlochs in Funktion der geologischen Schichtung
  • Einbau einer Mehrfachschüttung bei problematischen Sedimenten
  • Abstimmung des Bohr- und Brunnenradius auf die maximal zulässige Eintrittsgeschwindigkeit
  • Anpassung der Filterschlitzweite und der Kiesschüttung im Ringraum an das Korngerüst des Grundwasserleiters
  • Reduzierung der Anströmgeschwindigkeit aus dem Grundwasserleiter in den Brunnen
  • Reduzierung der Filtereintrittsgeschwindigkeit
  • Minimierung der Brunneneintrittverluste
  • hohe offene Eintrittsfläche des Filters (z.B. Wickeldraht)
  • korrosionsbeständiges Material
  • dichte Ringraumsperren
  • Vermeidung von Mischwasserreaktionen über zu lange Filterstrecken
  • Vermeidung von hydrochemisch schwierigen Bereichen (z.B. eisenreiche Grundwässer)

Aufgrund der Ermittlung der jährlichen Gesamtkosten zeigt sich oft, dass Kostenminimierung bei der Brunnenherstellung und den Ausbauten nicht unbedingt zu einer erhöhten Wirtschaftlichkeit im Betrieb führt.

(Houben & Treskatis 2003)

Wirtschaftlichkeit der Brunnenherstellung