Brunnenbetrieb
Alles, was die Fließgeschwindigkeit und Mischwasserbildung im Filter sowie die Tendenz zur turbulenten Strömung vermindert, verringert die Inkrustationsanfälligkeit.
Der Brunnenbetrieb kann zu einer Verkürzung oder Verlängerung der Standzeiten zwischen den Instandsetzungs- und Wartungsintervallen beitragen, wenn...
- die Pumpenleistung und die Laufzeit der Fördereinrichtung sich an der Ergiebigkeit des Grundwasserleiters und der Brunnenausbauten orientieren
- der Betrieb ohne Unterbrechungen läuft, d.h. häufiges Ein- und Ausschalten der Pumpe vermieden werden
- der Betriebswasserspiegel nicht bis in die Filterstrecke abgesenkt wird
- der optimale Betreibspunkt des Brunnens nicht überschritten wird
- die Betriebsdaten durch einen regelmäßigen Vergleich mit den Soll-Werten einer qualitativen Trendanalyse unterzogen werden
- das Brunnenmonitoring kontinuierliches Beobachten von Wasserspiegel und Brunnenergiebigkeit umfasst
- die Regenerierungen so früh wie nötig durchgeführt werden (10% Verlust der ursprünglichen Ergiebigkeit)
Ermittlung der hydraulisch günstigen Brunnenbetriebsleistung Qopt. aus dem Wasserandrang (Qa) und Fassungsvermögen (QF)
(Houben & Treskatis 2003)
